BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Klatsch und Tratsch zum Thema Schach

Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Mo 26. Mai 2014, 13:51

UPDATE:

Auch ohne die Fördergelder bleibt unser Schach weiterhin Sport. Das IOC hat dies bestätigt. Hier nun der offizielle Protestaufkleber:

Bild

Zu erwerben unter folgendem Link:

http://www.topschach.de/schach-sport-aufkleber-p-2898.html
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Mo 26. Mai 2014, 17:51

UPDATE:

Und es dauert nicht lange, bis sich der DSB ohne Kommentar zurückmeldet:

http://www.schachbund.de/news/aktuelles-zur-mittelstreichung.html

Was hat Herr Özcan Mutlu von den Grünen eigentlich in Vergangenheit für den Schachsport getan ? Wie setzt er sich aktuell ein, dass Schach wieder gefördert wird ?

Einmal mehr erleben wir es, wie der DSB mit wohlwollenden Worten vernebelt wird.
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Fr 30. Mai 2014, 08:04

UPDATE:

Unser Präsi Bastian sorgt für Aufklärung:

http://www.schachbund.de/news/babylonische-sprachverwirrung.html

Zunächst können wir feststellen, dass Bastian sich mit der Wortspielerei umgehend befasst hat und inhaltlich in jedem Fall recht hat. Seine Ausführungen bezüglich der Unterscheidungen zwischen "Denkspielen", "Denksportspielen" und "Denksport" sind in jedem Fall nachvollziehbar und wasserdicht. Aber was ändern diese Ausführungen bezüglich einer Einlenkung des BMI ?

Nichts !

ZITAT:
Das BMI verfolgt politische Ziele und schiebt den „Schwarzen Peter“ nun dem DOSB zu, der sich sicher nicht optimal verhalten hat. Dieses Vorgehen kann und darf nicht akzeptiert werden!


Und genau hier kämpft Bastian gegen Windmühlen. Politische Entscheidungen werden in den seltensten Fällen aus Vernunft getroffen. Das BMI will den Schachsport nicht länger fördern und hat sich auf die Schnelle eine löchrige Begründung zurechtgeschustert. Darauf bin ich bereits ein Tag nach der Entscheidung des BMI eingegangen (Siehe Anfang des Themas). Bastian verkennt die Tatsache, dass es nicht darum geht, das BMI von der Richtigkeit einer Förderungswürdigkeit zu überzeugen. Man kann das BMI nicht überzeugen !

Das lässt sich ganz einfach mit einem Beispiel aus dem Schach erklären. Vor einigen Jahren hatte ich bei einem Mannschaftskampf eine sehr kampflustige Partie gespielt. Ich glaube es war gegen die Schachfreunde von Bad Tölz. Irgendwann war aus der Stellung die Luft raus und mein Gegner und ich einigten sich auf Remis. Es war die letzte Partie des Tages und einige Schachfreunde mit einer DWZ zwischen 1100 und 1300 schauten sich die Endstellung an und meinten, dass da doch noch alles offen ist. Obwohl mein Gegner und ich vorgeführt haben, dass für beide Seiten nicht mehr als Remis drin ist, ließen sich die "schwächeren" Schachspieler nicht überzeugen. Und Obwohl diese "schwächeren" Schachspieler uns beiden keinen Gewinnweg zeigen konnten, beharrten sie darauf, dass die Endstellung nicht Remis ist. In der Heimanalyse bestätigte sich dann, dass es einfach nur Remis war und als ich die Analyseergebnisse beim nächsten Vereinsabend präsentiertem blieben diese "schwächeren" Schachspieler sturr und behaupteten weiterhin, dass die Endstellung nicht Remis sei.

Ich denke jeder von uns ist schon in dieser Situation gewesen, auf absolute Sturrköpfe zu stoßen. Hier helfen keine Argumente und keine Beweise. Und genau diese Situation haben wir bei dem BMI ! So schön die Ausführungen von Bastian auch sind, wird es die Haltung des BMI nicht ändern !

Bastian weiß wohl insgeheim auch, dass sich nichts ändern wird:

ZITAT:
Zumindest unsere Mitglieder hoffe ich mit meiner Argumentation überzeugen zu können, und das wäre schon mal ein guter Anfang!


Schön ! Wir Schachspieler sind ja schon lange überzeugt, aber was nützt das ?

Bastian sollte den Blick nach vorne richten und nach neuen Möglichkeiten suchen, Fördergelder für das Schach zu gewinnen. Aber er scheint sich in dieses Thema verbissen zu haben:

ZITAT:
Deshalb ist es keine Alternative, sich jetzt dem kulturellen Bereich zuzuwenden, das ist nur Ablenkung vom Thema.


Genau ! Das ist eine Ablenkung vom Thema ! Und hier wieder das Schachbeispiel. Würde der Meisterspieler Bastian mit dem blanken König gegen einen Gegner weiterspielern der drei Damen + König auf dem Brett hat ? Wohl eher nicht. Eine klar verlorene Partie sollte man aufgeben. In unserem Fall ist ein Aufgeben aber nicht möglich, da der DSB vom BMI bereits matt gesetzt wurde. Und spätestens hier sollte der DSB Einsicht zeigen, denn wie wir Schachspieler alle wissen: "Matt beendet die Partie".

Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass der DSB durch die Entscheidung des BMI mal endlich seine eigene Medizin schlucken durfte. In der Vergangenheit war es nämlich der DSB, der durch zweifelhafte Entscheidungen und noch zweifelhaftere Begründungen aufgefallen ist. Und es hat den DSB nie interessiert, wenn jemand den Rotstift ausgepackt hat und auf die Fehler hingewiesen hat. Nun ist es der DSB, der mit dem Rotstift in den Kampf zieht und die gleiche Ignoranz erfährt, die er seit Jahren verbreitet.
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Fr 30. Mai 2014, 11:44

UPDATE:

Die obligatorische Petition darf natürlich nicht fehlen:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_05/_13/Petition_52203.nc.$$$.a.u.html

Bei der Petitionsbeschreibung wurde natürlich wieder geschlampt.

Zitat aus der Begründung:
Laut Pressemitteilung des Deutschen Schachbundes (DSB) vom 07.05.2014 hat das Bundesinnenministerium einen Bescheid erlassen, der dem Schachsport grundsätzlich die Förderfähigkeit wegen angeblicher "nicht vorliegender eigenmotorischer Aktivität“ abspricht. Dies obwohl der Schachsport alle sonstigen Voraussetzung zur Förderung erfüllt und von der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am 07.12.2013 einstimmig als förderungswürdiger Sport bestätigt wurde.


Wenn es Bedingung ist, alle Voraussetzungen zu erfüllen, dann muss man auch alle Voraussetzungen erfüllen.

Einen Kommentar zu dieser Petition fand ich recht witzig:

Denksport, z.B. Soduko, Kreuzworträtsel, Behördenformulare auch fördern und vielleicht gibt es dann auch im Leistungskurs Sport an der Schule die Möglichkeit, den Schwerpunkt "Schach" zu wählen?

M. E. liegt das BMI richtig, wenn nicht ...

Was so alles für mich anstrengend ist, z. B. mein Job: Kann ich da auch Förderung beantragen?
:D :D :D

Zum Zeitpunkt dieses Beitrags, zeigt der Petitionszähler die stattliche Zahl von 186 Stimmen an. Erstellt wurde die Petition am 13.05.2014. In etwa 12-13 Jahren müssten die benötigten 50000 Stimmen dann zusammen sein und der Bundestag kann sich anschließend über einen Beschluss Gedanken machen. :shock:
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Mo 2. Jun 2014, 07:17

UPDATE:

Und auch der DSB distanziert nun von der laienhaften Petition:

http://www.schachbund.de/news/standpunkt-des-dsb-praesidiums-zur-petition.html

Gleichzeitig ruft der DSB sogar dazu auf, diese Petition nicht zu zeichnen !

Und genau hier kommt wieder die Unprofessionalität des DSB hervor. Hier hätte man einfach mal auf "Ignore" schalten sollen. Mit dieser Erklärung zur Petition auf der Webseite des DSB, bekommt man nur den Eindruck, dass beim DSB die linke Hand nicht weiß, was die rechte Hand macht.

Es ist auch wieder sehr typisch für den DSB, sich erst jetzt zu Wort zu melden, nachdem klar ist, dass sich nicht genügend Zeichner für diese Petition finden lassen, wie ein Blick auf den Zeichnungs-Zähler verrät. Wäre die Petition erfolgreicher verlaufen, hätte man beim DSB sehr wahrscheinlich wieder die Sektkorken knallen lassen, ein teures Buffet für die Funktionäre organisiert und sich selbst gefeiert.

Hierzu noch ein paar Worte. Ich habe es selbst ein paarmal erlebt, wie ausgelassen, selbstgefällig und zügellos einige Funktionäre ihr Amt feiern. Das ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. So sehr ich Bastian als Präsidenten unseres DSB schätze, ist er meiner Meinung nach einfach zu nett. Anstatt diese Chaoten zu entfernen, versucht er es mit netten Worten. Bastian will es immer allen Recht machen, aber so funktioniert die Welt halt nicht ! Irgendwann muss man auch mal die Keule auspacken und klar und deutlich zeigen, wann welche Grenze überschritten ist. Ansonsten macht man sich dauerhaft zum Kasper.
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Di 3. Jun 2014, 09:52

UPDATE:

Und hier eine Reaktion auf die Nichtunterstützung des DSB der eingereichten Petition:

http://www.chess-international.de/Archive/25634#more-25634

Der Autor Stolze stellt nun die Frage, warum der DSB diese Petition nicht unterstützt und erwartet eine Antwort vom Schachbund. Ich habe die Antwort bereits gegeben und möchte hier nochmals zusammenfassen.

Zunächst hat der DSB das Schachvolk für dumm verkauft, indem er verbreitet hat, dass dem Schach der Sportstatus entzogen wurde. Das ist natürlich Unsinn und das weiß der DSB auch. Ob Schach Sport ist oder nicht stand nie zur Debatte. Schach ist auch weiterhin Sport. Es stellte sich von Seiten des BMI nur die Frage, ob der Schachsport als förderungswürdig eingestuft werden kann. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist natürlich klar, dass der DSB keine Petition wünscht, denn bei Petitionen muss der DSB Klartext reden und kann das Schachvolk nicht weiterhin veräppeln.

Nun kam ein Schachfreund auf die Idee, selbst eine Petition ins Leben zu rufen mit genau den falschen Aussagen als Argumentation, die der Schachbund verbreitet hat. Und genau aus diesem Grund, will der Schachbund keine Petition ! Der DSB warf von Anfang an mit Nebelkerzen um sich, um vom eigenen Versagen abzulenken. Eine eigene Petition war beim DSB im Gespräch, wurde aber verworfen, da es oberpeinlich wäre, wenn der DSB den selben Käse mit dem er die Schachspieler vernebelt, auch beim Petitionsausschuss vortragen würde.

Einmal mehr beweist dieser Fall, wie durchzogen der Schachbund von unfähigen Leuten ist. Ich kann das BMI verstehen, dass es dieses Kasperletheater nicht auch noch mit Fördergeldern unterstützen will. Aus guter Quelle weiß ich, dass sich in der Vergangenheit recht viele Leute beim BMI darüber beschwert haben, wie mit den Fördergeldern beim DSB umgegangen wird.

Aber noch immer hat der Schachbund die Sachlage nicht begriffen. Um es im Klartext zu sagen: Sobald der DSB in den eigenen Reihen eine Säuberung vorgenommen hat, wird das irgendwann auch wieder was mit den Fördergeldern. Sollte der DSB nicht langsam umdenken, wird in Zukunft nicht nur die Förderungswürdigkeit in Frage gestellt werden, sondern auch einzelne Funktionäre direkt mit ihrem Tun.

Von meiner Seite aus kann ich sagen, dass ich mich seit 2008 mit den DSB-Thematiken beschäftige und mehrmals den DSB direkt auf die Defizite hingewiesen habe. Der DSB meinte aber immer, es besser zu wissen. Der direkte Kontakt zum DSB führte nie zu Veränderungen. Deshalb kann ich es nur jedem empfehlen, die Mängel und Defizite an eine übergeordnete Stelle (z.B. DOSB usw.) weiterzuleiten. Nur durch Druck von oben und etwas Lobbyarbeit, kann man beim DSB etwas bewirken.

:geek:
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Mi 4. Jun 2014, 12:38

UPDATE:

Einen weiteren Austausch an Meinungen gab es bei der Tagung des Hauptausschusses und des Arbeitskreises der Landesverbände des Deutschen Schachbundes (DSB) am 30./31.05.2014 in Frankfurt/M.

ZITAT:
Status quo DSB wurde insbesondere unter dem Aspekt des Wegfalls der Förderung des DSB durch das BMI diskutiert. Für eine Stunde war dazu auch der Präsident des DOSB, Alfons Hörmann, als Gast anwesend.

Im Ergebnis dieser intensiven Diskussionen und der Information von Hörmann muss davon ausgegangen werden, dass bestenfalls aus dem völligen Wegfall der Förderung noch ein „Abschmelzungsprozess“ über 2 Jahre mit dem letztendlichen Ziel des endgültigen Wegfalls der Förderung wird. Es wird dazu auch noch am 26. Juni 2014 ein Spitzengespräch beim Innenminister geben (TN: DOSB- und DSB-Präsident). Als Konsequenz wurde für 2014 ein Krisenhaushalt aufgestellt sowie Prüfungen hinsichtlich möglicher Einsparungen in der DSB-GS und bei den Ausgabepositionen des DSB-Haushaltes festgelegt. Es muss aber davon ausgegangen werden, wenn die Organisation des DSB und wenn die Unterstützung des Leistungssportes im DSB nicht völlig zusammen brechen sollen, dass spätestens ab 2016 Beitragserhöhungen notwendig werden.


Es ist mal wieder bemerkenswert, wie der DSB die selbst verursachten finanziellen Probleme löst. Einmal mehr, soll es also eine Beitragserhöhung richten. Diese wird mit Sicherheit dann auch von den Landesverbänden an uns Schachspieler weitergereicht. BRAVO ! Nachdem das BMI den Klub der Chaoten nicht mehr fördern will, sollen also die kleinen Schachspieler bluten und die Eskapaden des DSB finanzieren.

Wieder einmal scheut der DSB die Sponsorensuche wie der Teufel das Weihwasser, lehnt sich gemütlich zurück und bleibt seinem Moto treu: selbstverliebt, inkompetent und arbeitsscheu. :evil:
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Mi 4. Jun 2014, 16:24

UPDATE:

Und während beim Norway Chess 2014 Weltklasseschach geboten wird und spannende Partien laufen, verfällt man beim DSB ins Gruppenjammern und veröffentlicht folgende Mitteilung auf der Schachbund-Webseite:

http://www.schachbund.de/news/finanzlage-des-dsbauswirkungen-der-mittelstreichung.html

Zitat:
Die aktuelle Arbeit des Präsidiums ist geprägt vom Kampf um die Rücknahme des Bescheids. Alle Gremien und Funktionsträger leiden unter der verhängten Haushaltssperre, die gleichwohl von allen als notwendig erachtet wird. Die Anwesenden lobten das Krisenmanagement des Präsidiums.


Mir kommen gleich die Tränen :| Bemerkenswert ist auch, dass die DSB-Funktionäre selbst in der größten Krise es nicht vergessen, sich gegenseitig zu loben. Wenn es sonst keiner tut.....

Zitat:
So wird z.B. die Tagung des Hauptausschusses im Herbst 2014 abgesagt und Kommissionen die nicht satzungsgemäß tagen müssen, arbeiten bis auf weiteres online...


Gute Entscheidung ! Damit wird unter anderem eines dieser kostenintensiven Buffets eingespart. :P

Zitat:
So wird unsere Frauennationalmannschaft ohne Eröffnungstrainer zur Olympiade reisen, Zuschüsse zu Turnierteilnahmen stehen auf dem Prüfstand, es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass die Jugend-Weltmeisterschaft nicht beschickt werden kann.


Na da kenne ich aber einige gute Eröffnungsspezialisten, welche die Frauennationalmannschaft kostenlos unterstützen würden ! Auch Betreuer für die Jugend-Weltmeisterschaft sollten problemlos zu finden sein. Man muss halt einfach mal fragen. Der DSB verfällt aber lieber in Trotz-Stimmung.

Zitat:
Auch der Zuschuss für die Deutsche Schachjugend (DSJ) wird gekürzt. Deren Geschäftsführer Jörg Schulz warnt vor den Auswirkungen. So erhält die DSJ Fördergelder vom Ministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend. Diese sind aber abhängig von einem Eigenanteil von 20-30%. Sollten diese Mittel nicht aufgebracht werden können, könne man eventuell weitere Fördergelder verlieren.


Tja,- ich habe vor vielen Jahren meine Unterstützung angeboten, aber man arbeitete damals viel lieber mit Chessbase zusammen. ;) Software wie Chessbase 12 oder Fritz von Chessbase kostenlos zur Verfügung gestellt zu bekommen, hilft am Ende wohl doch nicht gegen die finanziellen Sorgen. ;)

Zitat:
Der seit dem 7. Dezember im Amt befindliche DOSB-Präsident zeigte sich gut informiert über die aktuelle Situation und schenkte reinen Wein ein. Hörmann machte wenig Hoffnung darauf, dass der Deutsche Schachbund wieder in die Förderung aufgenommen werden könnte, stimmte dann aber dem bekannten Brecht-Zitat zu: „Wer kämpft, kann verlieren. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren!“. Herbert Bastian hielt dem entgegen, dass der Deutsche Schachbund alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen wolle, um die Anerkennung als vollwertiger Sportverband zurück zu erlangen.


Lieber Herr Bastian,- bitte verwenden Sie die verbliebenen Mittel nicht für einen aussichtlosen Kampf, getreu dem Motto: "Wir müssen sparen wo es geht, koste es was es wolle!".

Zitat:
Frau Quellmalz präsentierte den Teilnehmern die Arbeitsfelder aller Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle. Es wurde deutlich, dass bereits heute das Tagesgeschäft ohne enorme ehrenamtliche Zuarbeit nicht zu bewältigen wäre. Eine weitere Verlagerung von Arbeiten auf das Ehrenamt wäre wünschenswert. Realistisch ist aber eher der umgekehrte (nur schwer bezahlbare) Weg der Professionalisierung verschiedener Bereiche.


Ja ! Die Professionalisierung verschiedener Bereiche ist der richtige Schritt. Aber anstatt einfach mal neue Gesichter an die Front zu lassen, wird sich der DSB mit Sicherheit wieder zur Umverteilung der Arbeit auf die bestehende Truppe entscheiden. "Schwer bezahlbar" kann man lösen, indem man einfach mal professionell auf potenzielle Sponsoren zugeht. Es gibt Firmen, welche diese Sponsoren-Such-Dienstleistung anbieten. Mich würde es aber wundern, wenn der DSB sowas in fremde Hände abgeben würde,- macht man dort doch alles viel lieber selbst. Egal, wie schlecht. Deshalb meine Empfehlung an den DSB: http://public-iq.de/ ! Einfach mal anrufen.

Zitat:
Das Team um Vizepräsident Michael Woltmann befindet sich in der Vorbereitung von Spendenaktionen zur Sicherung verschiedener Projekte. Bis Ende Juni sollen diese Aktionen anlaufen.


Woltmann ist ein guter Mann ! Ich hatte mal umfassenden Emailkontakt zu ihm. Leider sind auch hier meine Verbesserungsvorschläge im Sand verlaufen. Die geplante Bettelaktion zeigt mir, dass man es sich auch in der Woltmann-Truppe recht einfach machen will. Ist es für Herrn Woltmann wirklich zu schwer, einer Firma ein Sponsoring schmackhaft zu machen, dass er auf Spendenaktionen zurückgreifen muss ? Resignation pur !

Zitat:
Die Versammlung war getragen vom gemeinsamen Willen aller Beteiligten die Probleme zu lösen und nicht aufzugeben. Der Deutsche Schachbund soll ein lebendiger, in die Zukunft blickender Verband bleiben, der auf seine sportliche Ausrichtung setzt, ohne kulturelle Aspekte zu vernachlässigen.


Wie so oft vom Schachbund zu hören und zu lesen, ist der Wille da ! Nur mit der Ausführung, da scheitert es nur allzu oft. :?

FAZIT:
Die Schachbund-Funktionäre werden es wohl auch in Zukunft lassen, auf fremde Hilfe zurückzugreifen. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass es jemand anderes besser macht und die eigene Unfähigkeit dann noch offensichtlicher wird.
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André Schulz von Chessbase verteilt seinen Senf

Beitragvon Topschach » Do 5. Jun 2014, 08:12

Und auch André Schulz von Chessbase blickt langsam durch:

http://de.chessbase.com/post/keine-foerderung-sparmassnahmen-des-dsb

Herzlichen Glückwunsch André ! Schön, dass auch Du mittlerweile das erkannt hast, was ich von Anfang an mitgeteilt habe.

Und trotzdem hast Du es geschafft, mal wieder viel Unsinn zu verbreiten:

Zitat:
Bobfahren ist größtenteils eine Materialschlacht, in der die Rolle des Sportlers in den Hintergrund tritt. Im Gegensatz dazu ist Schach eine Sportart, bei der das Material überhaupt keine Rolle spielt. Allein die Fähigkeiten des Sportlers sind hier entscheidend.


Lieber André Schulz,- bitte setzte Dich mal in einen dieser Hochgeschwindigkeits-Bobs und fahre ein paar Runden in der Olympia-Bobbahn Rießersee ! Ich garantiere Dir, dass Du keine 3 Kurven schaffst, ohne rauszufliegen ! Einen Bob zu beherrschen fordert einem Menschen alles ab. Höchste Konzentration und volle Körperkontrolle ! Und auch der Vergleich mit Schach hinkt ! Beim Schach benötigt man, laut offiziellen Regeln, Spielmaterial !

Zitat:
Es wird zudem darauf hingewiesen, dass neben der Förderungwürdigkeit auch noch vom BMI eine Förderfähigkeit der entsprechenden Verbände festgestellt werden muss. Diese hängt z.B. davon ab, ob der entsprechende Verband neben der Förderung durch das BMI noch für eigene Einkünfte sorgt. Da diese beim Schachbund ja der Fall ist, hätte man sich diese Spitzfindigkeit auch sparen können. Sie dient offenbar nur dazu, beim Leser für Verwirrung zu sorgen.


Ja André,- wieder wirfst Du mit Nebelkerzen um Dich. Nicht das BMI sorgt für Verwirrung, sondern Du ! Der DSB bemüht sich seit Jahren, seine Einkünfte so gering wie möglich zu halten. Schuld daran ist unter anderem auch die Firma Chessbase, für welche Du arbeitest. Ein Blick auf den Sponsorenvertrag zwischen Chessbase und dem DSB offenbart da so Einiges ! Der DSB hatte in den letzten Jahren gute Sponsoren-Angebote bekommen. Leider waren diese mit dem Monopolsponsor Chessbase nicht vereinbar. Tja,- Schade für den DSB ! Und es ist wohl verständlich, dass das BMI es nicht gerade professionell findet, dass der DSB Sponsorenangebote ablehnt. ;)

Zitat:
"Im Übrigen war bei der Erarbeitung nie strittig, dass bei Belassung der Formulierung unter „Ziff. 2.1 Förderwürdigkeit“ der neuen Fördersystematik Schach aus der Förderung fallen muss. Im Gegenteil, auch seitens DOSB war unterstützt worden, dass ein Bestandschutz nicht gegeben sein kann."

Übersetzt in geradliniges Deutsch heißt das wohl:

Das BMI und die DOSB-Spitze waren sich von Anfang darüber einig, dass bei der neu gefassten Fördersystematik Schach aus der Förderung heraus fällt.


Natürlich war man sich darüber einig und die Funktionäre wurden ordentlich vorgeführt. Wer jahrelang ignorant gegenüber potenziellen Geschäftspartnern ist, muss sich nicht wundern, wenn irgendwann zu anderen Mitteln gegriffen wird. Zudem wurde der Kontakt zum DOSB und zum BMI überhaupt nicht gepflegt, womit wir wieder bei der Lobbyarbeit sind, welche beim DSB überhaupt nicht stattfindet.

Nun gut,- zurück zum Tagesgeschäft :geek:
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Re: BMI stoppt Fördermittel für den Schachbund

Beitragvon Topschach » Fr 6. Jun 2014, 11:47

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