Franz Jittenmeier und die Frauen

Klatsch und Tratsch zum Thema Schach

Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Topschach » Mi 8. Mär 2017, 12:29

Liebe Schachfreunde,

mit Verwunderung habe ich heute folgenden Artikel über das Thema Frauenschach gelesen:

http://www.chess-international.de/Archive/68883

Zitat von Jittenmeier:
Mir ist kein Fall von Diskriminierung in meiner langen Schachlaufbahn bekannt, oder bekannt geworden.


Diese Aussage ist an Ignoranz nicht zu überbieten. Ich schiebe das einfach mal auf die Alterssturheit von Herrn Jittenmeier. Er ist ja nun auch nicht mehr der Jüngste und für eine gewisse Verschrobenheit bekannt.

Zitat von Jittenmeier:
Vielleicht waren Sie in jungen Jahren ein wenig zickig. Das mögen natürlich Männer nicht, hat aber nichts mit Diskriminierung zu tun. Das wäre übrigens der einzige Grund für mich, nicht gegen eine Frau zu spielen.


Ich bin mir sicher, dass die Mehrzahl der Schach spielenden Damen kein Interesse hat, sich mit Herrn Jittenmeier an einen Tisch zu setzen (mit oder ohne Schachbrett). Das Herr Jittenmeier diese Abneigung ihm gegenüber "zickig" nennt, ist reiner Selbstzweck.

Eventuell ist Heike Makatsch einfach zu oft solchen männlichen Schachspielern wie Franz Jittenmeier begegnet.

Wirklich schade...
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Anita » Do 9. Mär 2017, 12:59

"Ich bin mir sicher, dass die Mehrzahl der Schach spielenden Damen kein Interesse hat, sich mit Herrn Jittenmeier
an einen Tisch zu setzen (mit oder ohne Schachbrett). Das Herr Jittenmeier diese Abneigung ihm gegenüber "zickig"
nennt, ist reiner Selbstzweck."


Es ist doch erstaunlich, dass Mann so genau weiß, mit wem Frau sich an einen Tisch setzen würde :-)

Also ich kenne Franz Jittenmeier persönlich nicht, glaube aber nicht, dass ich ein Problem mit ihm hätte.

Ob der Artikel nötig war und seine Wortwahl angemessen, sei dahingestellt. Im Grunde stimme ich ihm aber zu. Ich spiele seit frühester Kindheit Schach und ich habe mich nie diskriminiert gefühlt. Im Gegenteil wurde ich stets - als Kind, als Jugendliche und als Erwachsene - sehr positiv aufgenommen, es haben sich meist alle sehr gefreut, gegen ein Mädchen bzw. Frau spielen zu dürfen.

Eventuell geht es mir ja auch genauso wie Heike Makatsch: "Ich glaube ich bin zu stoisch und sehe links und rechts nichts, wenn mir so etwas entgegen wehen sollte."( Es erhebt sich allerdings die Frage, warum sie diese stoische Ruhe dann beim Schach nicht hatte - aber ich vermute mal: Die Journalisten haben das etwas aufgebauscht...).
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Topschach » Fr 10. Mär 2017, 09:14

Anita hat geschrieben:
"Ich bin mir sicher, dass die Mehrzahl der Schach spielenden Damen kein Interesse hat, sich mit Herrn Jittenmeier
an einen Tisch zu setzen (mit oder ohne Schachbrett). Das Herr Jittenmeier diese Abneigung ihm gegenüber "zickig"
nennt, ist reiner Selbstzweck."


Es ist doch erstaunlich, dass Mann so genau weiß, mit wem Frau sich an einen Tisch setzen würde :-)

Also ich kenne Franz Jittenmeier persönlich nicht, glaube aber nicht, dass ich ein Problem mit ihm hätte.

Ob der Artikel nötig war und seine Wortwahl angemessen, sei dahingestellt. Im Grunde stimme ich ihm aber zu. Ich spiele seit frühester Kindheit Schach und ich habe mich nie diskriminiert gefühlt. Im Gegenteil wurde ich stets - als Kind, als Jugendliche und als Erwachsene - sehr positiv aufgenommen, es haben sich meist alle sehr gefreut, gegen ein Mädchen bzw. Frau spielen zu dürfen.

Eventuell geht es mir ja auch genauso wie Heike Makatsch: "Ich glaube ich bin zu stoisch und sehe links und rechts nichts, wenn mir so etwas entgegen wehen sollte."( Es erhebt sich allerdings die Frage, warum sie diese stoische Ruhe dann beim Schach nicht hatte - aber ich vermute mal: Die Journalisten haben das etwas aufgebauscht...).


Liebe Anita,- dass Du Dich an einen Tisch mit Jittenmeier setzten würdest, wundert mich nicht. Du siehst am Schachbrett nur Deine Figuren und mehr nicht. Eine gewisse Verschrobenheit kann man auch bei Dir erkennen. :-)
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Anita » Fr 10. Mär 2017, 11:41

Liebe Anita,- dass Du Dich an einen Tisch mit Jittenmeier setzten würdest, wundert mich nicht. Du siehst am Schachbrett nur Deine Figuren und mehr nicht. Eine gewisse Verschrobenheit kann man auch bei Dir erkennen. :-)


Vielen Dank für die Blumen!
Ja, eine gewisse Verschrobenheit muss bei mir wohl vorhanden sein, sonst würde ich Dir hier gar nicht antworten ...

Beim Schach konzentriere ich mich eben auf das Wesentliche! Das unterscheidet eine(n) gute(n) Schachspieler(in) von Patzern. :)
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Topschach » Fr 10. Mär 2017, 12:32

Anita hat geschrieben:
Liebe Anita,- dass Du Dich an einen Tisch mit Jittenmeier setzten würdest, wundert mich nicht. Du siehst am Schachbrett nur Deine Figuren und mehr nicht. Eine gewisse Verschrobenheit kann man auch bei Dir erkennen. :-)


Vielen Dank für die Blumen!
Ja, eine gewisse Verschrobenheit muss bei mir wohl vorhanden sein, sonst würde ich Dir hier gar nicht antworten ...

Beim Schach konzentriere ich mich eben auf das Wesentliche! Das unterscheidet eine(n) gute(n) Schachspieler(in) von Patzern. :)


Schach bedeutet etwas mehr, als irgendwelche Klötzchen zu schieben. Ein gutes Ambiente und der Respekt vor dem Gegner sind wichtige Faktoren, welche ich beim Schach nicht vermissen möchte. Darüber solltest Du Dir bei der nächsten Schachpartie mal Gedanken machen, wenn Du mal wieder während der Partie aus Deinem Landstreicher-Rucksack eine belegte Semmel rausholst und damit das Schachbrett vollkrümelst. ;)
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Anita » Fr 10. Mär 2017, 13:23

Schach bedeutet etwas mehr, als irgendwelche Klötzchen zu schieben. Ein gutes Ambiente und der Respekt vor dem Gegner sind wichtige Faktoren, welche ich beim Schach nicht vermissen möchte. Darüber solltest Du Dir bei der nächsten Schachpartie mal Gedanken machen, wenn Du mal wieder während der Partie aus Deinem Landstreicher-Rucksack eine belegte Semmel rausholst und damit das Schachbrett vollkrümelst. ;)


Ich krümele nie das Schachbrett voll!

Ein gutes Ambiente schätze ich auch sehr. Übrigens ist dieses bei reinen Frauenturnieren tatsächlich oftmals viel angenehmer. Und natürlich gibt es auch sehr verschiedene Turniere.
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Topschach » Fr 10. Mär 2017, 13:54

Anita hat geschrieben:
Schach bedeutet etwas mehr, als irgendwelche Klötzchen zu schieben. Ein gutes Ambiente und der Respekt vor dem Gegner sind wichtige Faktoren, welche ich beim Schach nicht vermissen möchte. Darüber solltest Du Dir bei der nächsten Schachpartie mal Gedanken machen, wenn Du mal wieder während der Partie aus Deinem Landstreicher-Rucksack eine belegte Semmel rausholst und damit das Schachbrett vollkrümelst. ;)


Ich krümele nie das Schachbrett voll!

Ein gutes Ambiente schätze ich auch sehr. Übrigens ist dieses bei reinen Frauenturnieren tatsächlich oftmals viel angenehmer. Und natürlich gibt es auch sehr verschiedene Turniere.


Ach? Jetzt auf einmal gibt es nun doch Unterschiede?!? Was macht denn die Frauenturniere so angenehm? Das die Mehrheit der Teilnehmer geduscht hat?
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Anita » Fr 10. Mär 2017, 14:45

Topschach hat geschrieben:Ach? Jetzt auf einmal gibt es nun doch Unterschiede?!? Was macht denn die Frauenturniere so angenehm? Das die Mehrheit der Teilnehmer geduscht hat?


Ich habe nicht gesagt, dass es keine Unterschiede gibt :) - nur, dass ich mich nie diskriminiert gefühlt habe. Und es gibt sehr angenehme offene Turniere! Ich kann z.B. sehr das Open in Bad Schwartau empfehlen (http://schachinschwartau.de/3-internationales-bad-schwartauer-schachopen-2016/) - wobei man natürlich aus den positiven Kommentaren dort herauslesen kann, dass die Verfasser woanders auch schon mal schlechte Erfahrungen gemacht haben ;) Selbst Du hättest dort Schwierigkeiten, etwas Negatives zu finden!
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Topschach » Fr 10. Mär 2017, 16:44

Anita hat geschrieben:
Topschach hat geschrieben:Ach? Jetzt auf einmal gibt es nun doch Unterschiede?!? Was macht denn die Frauenturniere so angenehm? Das die Mehrheit der Teilnehmer geduscht hat?


Ich habe nicht gesagt, dass es keine Unterschiede gibt :) - nur, dass ich mich nie diskriminiert gefühlt habe. Und es gibt sehr angenehme offene Turniere! Ich kann z.B. sehr das Open in Bad Schwartau empfehlen (http://schachinschwartau.de/3-internationales-bad-schwartauer-schachopen-2016/) - wobei man natürlich aus den positiven Kommentaren dort herauslesen kann, dass die Verfasser woanders auch schon mal schlechte Erfahrungen gemacht haben ;) Selbst Du hättest dort Schwierigkeiten, etwas Negatives zu finden!


Da ich berufstätig bin, habe ich leider nicht so viel Zeit wie Du, um 100 Schachturniere im Jahr zu besuchen.
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Re: Franz Jittenmeier und die Frauen

Beitragvon Anita » Fr 10. Mär 2017, 21:54

Topschach hat geschrieben:
Anita hat geschrieben:
Topschach hat geschrieben:Ach? Jetzt auf einmal gibt es nun doch Unterschiede?!? Was macht denn die Frauenturniere so angenehm? Das die Mehrheit der Teilnehmer geduscht hat?


Ich habe nicht gesagt, dass es keine Unterschiede gibt :) - nur, dass ich mich nie diskriminiert gefühlt habe. Und es gibt sehr angenehme offene Turniere! Ich kann z.B. sehr das Open in Bad Schwartau empfehlen (http://schachinschwartau.de/3-internationales-bad-schwartauer-schachopen-2016/) - wobei man natürlich aus den positiven Kommentaren dort herauslesen kann, dass die Verfasser woanders auch schon mal schlechte Erfahrungen gemacht haben ;) Selbst Du hättest dort Schwierigkeiten, etwas Negatives zu finden!


Da ich berufstätig bin, habe ich leider nicht so viel Zeit wie Du, um 100 Schachturniere im Jahr zu besuchen.


Was soll das denn bitte heißen? Auch ich bin berufstätig!
Ich opfere aber gerne mal 1-2 Tage Urlaub für ein 7-rundiges Turnier oder auch mal eine ganze Woche für ein schönes Turnier in schöner Umgebung wie etwa Bad Wiessee. Schach ist dabei nicht alles :-)
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