Fragen zu Schachtraining

Klatsch und Tratsch zum Thema Schach

Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » Sa 27. Dez 2014, 21:08

Das freut mich, endlich :D
Kannst du mir die Variante geben, die du in deiner DVD behandelst? So kann ich mich für die zukünftigen Turniere im Januar vorbereiten und schon einmal ein paar Partien damit spielen. Der 7. Januar ist nämlich zu spät, um sich rechtzeitig vorzubereiten.
Ich verlange nicht von dir hier endlose Varianten zu posten. Die Hauptvariante reicht mir vollkommen aus. Danke schon einmal im vorraus :)
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » So 28. Dez 2014, 11:10

Lukas hat geschrieben:Das freut mich, endlich :D
Kannst du mir die Variante geben, die du in deiner DVD behandelst? So kann ich mich für die zukünftigen Turniere im Januar vorbereiten und schon einmal ein paar Partien damit spielen. Der 7. Januar ist nämlich zu spät, um sich rechtzeitig vorzubereiten.
Ich verlange nicht von dir hier endlose Varianten zu posten. Die Hauptvariante reicht mir vollkommen aus. Danke schon einmal im vorraus :)


Ja so einfach ist das bei Eröffnungen generell nicht. Da gibt es nicht die eine Hauptvariante. Auch beim Königsinder kommt es darauf an, wie Weiß fortsetzt. Weiß kann zwischen verschiedenen Systemen wählen und auf der DVD werden alle Systeme besprochen.

Hier die Auflistung:

1. Weiß spielt 5.Lf4:

1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. Nf3 d6 5. Bf4

2. Weiß spielt 5.Lg5:

1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. Nf3 d6 5. Bg5

3. Weiß spielt das Awerbach System:

1. d4 Nf6 2. c4
g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. Be2 O-O 6. Bg5

4. Weiß spielt den klassischen Königsinder:

1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. Nf3 O-O 6. Be2

5. Weiß spielt die Fianchetto-Variante:

1. d4 Nf6 2. Nf3 g6 3. c4 Bg7 4. g3
d6 5. Bg2

6. Weiß spielt die Sämisch-Variante:

1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. f3

7. Weiß spielt die Vierbauern-Variante:

1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4.
e4 d6 5. f4

Auf all diese Varianten wird in der DVD eingegangen und es werden für alle Fortsetzungen gute Lösungen für Schwarz präsentiert, welche nicht dem Mainstream folgen, einfach zu erlernen sind und trotzdem für Schwarz gutes und interessantes Spiel versprechen.

Gerade weil es für Weiß viele Systeme im Königsinder gibt, ist es normalerweise sehr aufwendig für den Schwarzspieler, auf alle Systeme die richtigen Antworten zu kennen und die entstehenden Stellungen zu verstehen. All die genannten Systeme sind in den Hauptvarianten sehr weit ausanalysiert. Auf der vorliegenden DVD zeige ich neue und recht unbekannte Ideen für Schwarz, welche auf jeden Fall auch der harten Analyse von Schach-Engines standhalten. Ein Hauptvorteil der von mir gezeigten Ideen ist, dass man sich auf die entstehenden Stellungen sehr gut vorbereiten kann und damit den Weiß-Spieler in unbekanntes Terrain führt. Gleichzeitig stelle ich auch einige bekannte Fortsetzungen der aktuellen Theorie in Frage.

Der Neuling wird mit dieser DVD ein kraftvolles Königsindisch-Repertoire erhalten und dem erfahrenen Königsindisch-Spieler verspreche ich einige "Aha!"-Erlebnisse.

;)
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » Mo 29. Dez 2014, 11:48

Das hört sich interessant an. :) Allerdings erschrecken mich die ganzen Erwiderungen. Aber mal schauen :)

Nach mehr als hundert Partien mit dem Londoner System, merke ich, dass ich etwas handfestes brauche, was ich für sehr lange Zeit spielen kann. Ich habe schon mehrere Partien auf Schachserver mit dem System gespielt. Zudem auch mehrmals in Turnierpartien. Bin damit recht erfolgreich, doch ich merke auf Dauer werde ich damit nicht glücklich. Daher habe ich mir mehrer Eröffnungen angeschaut, die für mich in Frage kommen könnten. Ich stehe nun zwischen der Entscheidung entweder den Engländer oder den Katalanen zu spielen. Der Engländer würde auch zu meiner Eröffnung gegen e4 passen. Das wäre nämlich der Hyper beschleunigte Drache. Katalanisch finde ich jedoch genauso wie Englisch wahnsinnig interessant. Ich habe schon einige Blitzpartien damit gespielt, doch irgendwie finde ich beide gut. Was wäre vom Spielstil und für meine schachliche Entwicklung besser geeignet?
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Mi 7. Jan 2015, 13:57

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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Mi 7. Jan 2015, 16:37

Und hier noch das Preview-Video zur Königsindisch DVD:

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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » So 27. Aug 2017, 11:41

Hallo Benny,
ich melde mich mal nach langer Zeit wieder zurück. Mittlerweile habe ich ne DWZ von 1400 und eine Elo von 1600. Leider zu wenig. Ich könnte eine bedeutend höhere Zahl haben. Mit schwarz habe ich endlich eine Eröffnung gegen e4 gefunden. Caro-Kann spiele ich schon seit mehreren Monaten und bin sehr glücklich damit und sie macht mir auch riesen Spaß :)
Gegen d4 tue ich es mir ein wenig schwer. Ich hatte vor die Cambridge-Springs-Variante zu spielen, die ich sehr angenehm finde, aber leider kommt diese nie aufs Brett. Dann gelange ich in irgendeiner anderen Variante, wo ich als schwarzer einfach keinen Angriff oder geschweige denn Vorteil bekomme. Vielleicht wäre Slavisch angebracht.

Mit weiß habe ich jetzt sehr lange immer den g3 Lg2 Engländer gespielt, aber merke auch hier, dass es schnell langweilig wird. Das Londoner System spiele ich zwar immer noch, aber eher als Zweitwaffe :)
Momentan habe ich wieder einmal eine Königsgambit Phase. Ich bin wieder die ganze Zeit am Überlegen, was ich spielen soll. d4 ist bei mir raus, da ich gegen die indischen Eröffnungen nicht wirklich klar komme. Da fehlt mir einfach noch das Positionsverständnis.
Wie gesagt Englisch ist auf Dauer langweilig und Schach soll ja Spaß machen. Schottisch fände ich noch interessant.
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon SchachfreundSLK » Mo 28. Aug 2017, 09:37

Ein herzliches Hallo an alle Schachfreunde im Internet,

ich möchte mich heute mit einem kleinen Aufruf an euch wenden. Und zwar bin ich auf der Suche nach Möglichkeiten meine Spielstärke zu steigern und hoffe auf eure Hilfe und Erfahrungen. Vorab vllt. ein paar kurze Worte zu mir:
Angefangen mit dem Schach habe ich irgendwann in der 8. Klasse. Jetzt bin ich 30 Jahre alt und bis zum vergangenen Jahr habe ich in meiner Freizeit gerne mal eine Partie gespielt. Dann habe mich dazu entschlossen, einem Verein beizutreten. Leider gibt es dort nicht keine Trainingsabende und wenn doch, dann wird meistens nur geblitzt, worin ich furchtbar schlecht bin. Meist wird sich nur zum Punktspiel getroffen und das war es dann. Ich habe jetzt meine erste volle Saison gespielt und am Ende schlägt eine DWZ von 1290 zu buche. Meine Vereinskollegen liegen im Schnitt so zwischen 1500 und 1700. Gerne würde ich auch in diese Gefilde vorstoßen.
Im vergangenen Jahr habe ich mir daher einiges an Literatur angeschafft und es mehr schlecht als recht durchgearbeitet. Los ging es mit Laskar und Tarrasch, dann folgten „Mein System“ und die Sammlung „Geheimnisse moderner Schacheröffnungen“. Bei diesen Büchern gab es eine Gemeinsamkeit: Wenn ich mich zu Hause und in Ruhe damit beschäftigt habe, dann war soweit alles logisch und nachvollziehbar. In einer echten Partie jedoch konnte ich das gelernte nicht abrufen bzw. anwenden und bin immer auf der Stelle getreten.
Dann habe ich den ersten Band der Tigersprung – Reihe ausprobiert, die mir aufgrund der Trainingsaufgaben grundsätzlich gut gefällt. Da habe ich in etwa die Hälfte des Buches geschafft. Doch viele der Aufgaben musste ich wiederholen und lag in den ersten Versuchen falsch. Oft habe ich mich gefragt: „wie kommt man jetzt darauf“ oder die Fülle an Lösungsmöglichkeiten hat mich erschlagen, so dass ich das Buch frustriert in der Ecke gedonnert habe, da es mir zu schwer war.
Gerne würde ich beim Schach „dran bleiben“ und trotz der Arbeit 1- oder 2-mal die Woche trainieren, sofern die Zeit es zulässt. Aber kurz gesagt, ich hab keinen Plan, wie ich weiter machen soll. Habt ihr ein paar Tipps für einen strauchelnden Schachfreund?

Herzliche Grüße

Steven
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Mo 28. Aug 2017, 10:37

Hallo Lukas und Steven,

eine DWZ von 1100 und 1290 ist für den Anfang ganz normal und vollkommen in Ordnung. Vereinsabende, bei welchen nur geblitzt wird, sind wenig förderlich für das eigene Spiel. Da wird man nicht wirklich besser. Aus Büchern zu lernen ist mühselig und bringt am Ende auch nicht wirklich viel, solange man nicht schon ein erfahrener Turnierspieler ist. Für Anfänger sind Bücher eher ein Hindernis. Es gibt jeden Monat fast 20-30 neue Schachbücher auf dem Markt und es ist mittlerweile wirklich einfach nur Masse, statt Klasse.

Gerade als Anfänger sollte man 3/4 seiner Zeit auf Taktikaufgaben verwenden, denn das bringt einen wirklich schnell weiter. Ich kann hier das Programm CT-Art empfehlen > http://www.topschach.de/ctart-8595-p-3466.html . Das gibt es auch fürs Smartphone. Wenn hier jeden Tag 10-20 Aufgaben löst, bekommt man einen guten Blick für Angriffs- und Verteidigungsmotive. Das ist genau das, was man beim Schach unbedingt braucht, um besser zu werden.

Je mehr Motive man sich eingeprägt hat, desto leichter fällt einem das "Finden" von richtigen Zügen. Taktikaufgaben sind das A und O bei jeder Spielstärke.

Selbstverständlich dürfen auch Eröffnungen nicht zu kurz kommen, aber hier sollte man sich nicht durch ewig viel Theorie wühlen, sondern sich einfach beim Beginn einer Partie an die Grundprinzipien einer jeden Eröffnung halten:

1.Kontrolliere das Zentrum
2.Entwickel Deine Figuren in Richtung Zentrum
3.Ziehe jede Figur in der Eröffnung nur einmal
4.Rochiere den König
5. Verbinde die Türme
6.etc.

Wenn man mit diesen Grundprinzipien eine Schachpartie startet, kann man auch ohne Theoriekenntnisse eine gute Schachpartie spielen. Gerade Anfänger neigen dazu, in der Eröffnung irgendwelche Bauern zu ziehen und vernachlässigen die Entwicklung von Figuren. Ein guter Spieler nutzt so etwas schnell aus. Wenn ich bereits 4 Figuren entwickelt habe und mein König rochiert ist, während mein Gegner erst eine Figur entwickelt hat und sein König noch im Zentrum steht, öffne ich das Zentrum und greife direkt an. 2-3 langsame Züge in der Eröffnung reichen schon aus, um im Mittelspiel schlecht zu stehen.

Anstatt 1-2 mal pro Woche zu trainieren ist es auch viel ergiebiger, wenn man jeden Tag ein bisschen trainiert. Hier mal ein paar Taktikaufgaben in der S-Bahn. In der Mittagspause ein paar Aufgaben gelöst. Täglich 10-20 Minuten bringen mehr, als 2 mal die Woche 2 Stunden zu trainieren.

Ich hoffe ich konnte etwas helfen :-)

Gruß

Topschach Benny
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon SchachfreundSLK » Mo 28. Aug 2017, 14:15

Hallo Benny,

erstmal vielen lieben Dank für deine schnelle Rückantwort. Das es so fix geht, damit habe ich nicht gerechnet :) Mir haben deine Tipps sehr geholfen und vor allem auch beruhigt. Ich fand die Bücherarbeit bis dato sehr frustrierend und spaßraubend. Ich glaube gelesen zu haben, dass Lukas sich auch mit dem Tigersprung auseinander gesetzt hat. Deswegen an ihm die Frage als "Leidensgenosse" zuzusagen: Hast du das Buch bis zu Ende durchgehalten oder haben die verschiedensten Ideen und Möglichkeiten auch erschlagen?

Bei deinem Vorschlag zu CT-ART musste ich etwas schmunzeln, denn das Programm sagt mir was. Im Rahmen eures Newsletters bei Topschach bin ich darauf gestoßen und habe es mir gekauft. Leider war ich so doof und habe ihm aber keine richtige Chance gegeben. Mir fiel es am Bildschirm sehr schwer die Züge zu berechnen und ich hatte große Probleme damit. Dann hab ich mir noch ein Brett dazu gestellt und jede Stellung aufgebaut. Meist hat das Aufbauen länger gedauert als die Aufgabenlösung und aus purer Faulheit die nächste Stellung aufzubauen, ist es dann irgendwann eingeschlafen und ich hab mich dann irgendeinen Buch zugewendet :| Auf jeden Fall werde ich es jetzt wieder aus der "Mottenkiste" holen und wieder reaktiveren :-)

Deine Tipps zur Eröffnung versuche ich bereits anzuwenden. Im weiteren Spielverlauf habe ich dann das Problem, einen Plan für meine Stellung zu finden. Ich hatte es schon mehrmal gehabt, dass mir ein Schachfreund nach dem Punktspiel gesagt hat, dass ich gar nicht so schlecht stand, aber nichts aus meiner Stellung gemacht habe. Ich hoffe, das wird sich jetzt durch das Taktiktraining bessern :-)
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Mo 28. Aug 2017, 15:30

SchachfreundSLK hat geschrieben:Hallo Benny,
Deine Tipps zur Eröffnung versuche ich bereits anzuwenden. Im weiteren Spielverlauf habe ich dann das Problem, einen Plan für meine Stellung zu finden. Ich hatte es schon mehrmal gehabt, dass mir ein Schachfreund nach dem Punktspiel gesagt hat, dass ich gar nicht so schlecht stand, aber nichts aus meiner Stellung gemacht habe. Ich hoffe, das wird sich jetzt durch das Taktiktraining bessern :-)


Genau das ist der richtige Weg. Mit dem Taktiktraining lernst Du wichtige Motive, auf welche Du nach der Eröffnung spielen kannst. Wenn Dir das Programm CT-Art am PC zu aufwendig ist, kann ich Dir die CT-Art App ans Herz legen: https://play.google.com/store/apps/deta ... arn.ctart4

Damit hat man auch unterwegs immer wieder die Möglichkeit hier und da mal eine Aufgabe zu lösen. An das 2D-Brett gewöhnt man sich mit der Zeit.

Ebenfalls ans Herz legen kann ich Dir meine Schachstrategie-Serie bei YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=cymud_g ... tL7rbn8fVd

Für einen Anfänger eventuell etwas harter Tobak, aber mit Sicherheit ein gutes Training um Umgang und in der Bewertung von Figuren.
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