Die Italienische Eröffnung

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Die Italienische Eröffnung

Beitragvon Topschach » Mi 15. Feb 2012, 09:56

Bei der Italienischen Eröffnung, handelt es sich um eine Eröffnung, die in mehrere Varianten unterteilt wird. Sie ist auch bekannt als Giuoco piano und zählt zu den ältesten Eröffnungen.

Gerade wenn man mit dem Schachspiel anfängt und nicht weiß, wie man eine Schachpartie beginnen soll, ist die Italienische Eröffnung sehr leicht zu erlernen.

Sie entsteht nach den Zügen:

1. e2-e4 e7-e5
2. Sg1-f3 Sb8-c6
3. Lf1-c4 Lf8-c5

Bild

Ein wesentliches Merkmal der Italienischen Partie ist, dass mit dem Läuferzug nach c4, der schwächste Punkt im schwarzen Lager (Der Bauer f7) unter Beschuss genommen wird. Genauso greift Schwarz mit seinem Läuferzug nach c5 den Bauern auf f2 an. Durch die schnelle Figurenentwicklung auf beiden Seiten entstehen meist sehr schöne Angriffspartien.

Oftmals wird diese Italienische Eröffnung als Anfängereröffnung bezeichnet. Das aber auch Großmeister damit gute Ergebnisse erzielen können, zeigt zum Beispiel GM Stefan Kindermann. Er ist ein wahrer Fachmann der Italienischen Partie und mit uns vor einiger Zeit eine DVD zu diesem Thema aufgenommen.

Ein kleines Einführungsvideo findet man hier: http://www.topschach.de/italian-game-white-weapon-against-p-1130.html
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Re: Die Italienische Eröffnung

Beitragvon Triggerhappyfool » Do 16. Feb 2012, 13:26

Ja, die italienische Eröffnung hat irgendwie den Ruf "anfängerhaft" simpel zu sein, gegenüber der so ganz furchtbar gehaltvollen Ruy-Lopez Sache, also Spanisch. Aber zu Unrecht, finde ich. Ich glaube, das ist auch eine Sache der Mode und des Zeitgeistes. Evans Gambit, die Varianten mit c3 etc. .... der Weiss Spieler hat einige verschiedene Richtungen. Er kann dem Ganzen auch sehr positionelle, strategische Züge geben. Es ist schon seltsam, spielt man Italienisch in einer halbwegs höheren Klasse, spielt man fast schon einen Exoten!
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Re: Die Italienische Eröffnung

Beitragvon Topschach » Fr 17. Feb 2012, 11:16

Ich denke, dass die Italienische Eröffnung zu den Eröffnungen gehört, in welcher auch Anfänger ein Wörtchen mitreden können und eine ganze Reihe von Theoriezügen praktisch auswendig kennen. Oft werden dann die Züge aufs Brett "geklatscht", ohne tiefe Kenntnis. Auf den ersten Blick mag die Eröffnung primitiv wirken und die Ideen (z.B. Angriff des schwachen Punktes f7) ziemlich durchsichtig und einfach, aber wenn man sich mit den entstehenden Stellungen befaßt, wird man merken, dass da einfach mehr drin steckt, als ein bloses Herunterspulen von Zügen. Diese Eröffnung macht echt Spaß, weil die Figuren oftmals sehr lange im Spiel bleiben und nicht abgetauscht werden. Mut wird hier ganz oft belohnt und Ungeduld bestraft.

Vielleicht sind auch einfach nur die immer gleichen Schemata, nach welchen die Eröffnung gespielt wird, welche diese Eröffnung für manch einen langweilig erscheinen läßt. Wenn wir uns aber mal die Partien hinter vielen Taktikaufgaben anschauen, stellen wir fest, dass diese und jene Taktikstellung aus der Italienischen Eröffnung entstanden ist.
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Re: Die Italienische Eröffnung

Beitragvon Topschach » Mo 13. Jan 2014, 12:35

Die Italienische Eröffnung ist im Spitzenschach ein eher seltener Gast. In der ersten Runde beim Tata Steel Chess 2014 Turnier kam diese Eröffnung allerdings zwischen Harikrishna und Aronian nun doch aufs Brett und es ist interessant zu sehen, wie diese beiden Weltklassespieler diese jahrhunderte alte Eröffnung behandeln.

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