Die Grünfeld Indische Verteidigung

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Die Grünfeld Indische Verteidigung

Beitragvon Topschach » Mi 14. Aug 2013, 09:45

Die Grünfeld-Indische Verteidigung zählt zu den Geschlossenen Spielen und geht aus der Indischen Verteidigung hervor.Sie wurde nach dem österreichischen Großmeister Ernst Grünfeld benannt.
Die Eröffnung entsteht durch die schwarzen Züge 1. ... Sg8-f6, 2. ... g7-g6 gefolgt von d7-d5. Die klassische Grundstellung entsteht nach 1. d2-d4 Sg8-f6 2. c2-c4 g7-g6 3. Sb1-c3 d7-d5.

Grünfeldindisch gilt als sehr solide Verteidigung und ist aktuell auch in der Weltspitze sehr häufig anzutreffen. Die Anwendung erfordert ein hohes Maß an Schachwissen und ein sehr gutes Gefühl für die entstehenden Stellungen.
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Re: Die Grünfeld Indische Verteidigung

Beitragvon Topschach » Mi 14. Aug 2013, 09:45

Peter Svidler entschied sich mit den schwarzen Steinen im Grünfeldinder für eine recht solide Variante, rechnete wohl aber nicht mir der Neuerung, welche Anna Ushenina aufs Brett zauberte. Wenige Züge später musste Svidler die Partie aufgeben. Eine gute Leistung der Damenweltmeisterin.

Ushenina (2500) - Svidler (2746) FIDE World Cup (1.2) Tromso 2013
The Gruenfeld Defence; D85

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Die Grünfeld Indische Verteidigung

Beitragvon kurutz » So 18. Aug 2013, 22:07

Da sieht man wieder einmal, wie weit die heutigen Spieler(innen) ihre Partien vorbereiten. Ferner, dass auch mit Neuerungen, die bei korrektem Gegenspiel eigentlich nichts einbringen, zwischendurch mal Punkte geholt werden können. Zwischen nüchterner Heimanalyse und Kampf am Brett bestehen schliesslich eben doch riesige Unterschiede.
Mfg
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Re: Die Grünfeld Indische Verteidigung

Beitragvon Topschach » So 18. Aug 2013, 22:26

kurutz hat geschrieben:Da sieht man wieder einmal, wie weit die heutigen Spieler(innen) ihre Partien vorbereiten. Ferner, dass auch mit Neuerungen, die bei korrektem Gegenspiel eigentlich nichts einbringen, zwischendurch mal Punkte geholt werden können. Zwischen nüchterner Heimanalyse und Kampf am Brett bestehen schliesslich eben doch riesige Unterschiede.
Mfg
Kurt


Da hast Du vollkommen recht. Ich erinnere mich noch an eine vorbereitete Eröffnungsvariante von Roman Dzindzihashvili. Muss mal schauen, ob ich sie noch finde. War wunderschön, hatte aber ein entscheidendes Loch. Roman hat die Variante jahrelang mit sich herumgeschleppt und irgendwann hatte er die Chance, sie endlich aufs Brett zu bekommen. Er tat es und verlor die Partie recht bitter. Später sagte er, dass er wusste, welches Risiko er eingehen würde, wenn er diese unkorrekte Analyse spielt, aber die Chance, in eines der funktionierenden Abspiele zu kommen, welche wirklich wunderschön waren, hat in einfach gereizt. Das war in den 80ern.

Ich muss echt mal schauen, wo ich diese Partie mit den Analysen vergraben habe. Ich poste sie dann hier.
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