Die Französische Verteidigung

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Re: Die Französische Verteidigung

Beitragvon kurutz » So 25. Aug 2013, 18:06

Hallo Benny
Du hast natürlich Recht, denn meine (einfache) Analyse basierte auf dem sturen 7.a3, was wenig Sinn macht und weshalb ich auch eine entsprechende Bemerkung angebracht habe. Die Varianten, wo Weiss Ld3xg6 spielen muss, verringert das weisse Angriffspotential doch spürbar. Aber wie gesagt, m.E. ist die Variante gut spielbar und als Überraschung gegen Französisch bestimmt gut geeignet. Nachdem das geklärt ist, kann ich also nun daran gehen, die beidseits wirklich sinnvollen Züge zu analysieren. Dabei wirst Du allerdings mit Deiner grossen Erfahrung und dem bei Dir sicher schon vorhandenen riesigen Variantenbaum hoffentlich noch lange im Vorteil bleiben.
Schachgruss
Kurt
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Re: Die Französische Verteidigung

Beitragvon Topschach » So 25. Aug 2013, 18:20

kurutz hat geschrieben:Hallo Benny
Du hast natürlich Recht, denn meine (einfache) Analyse basierte auf dem sturen 7.a3, was wenig Sinn macht und weshalb ich auch eine entsprechende Bemerkung angebracht habe. Die Varianten, wo Weiss Ld3xg6 spielen muss, verringert das weisse Angriffspotential doch spürbar. Aber wie gesagt, m.E. ist die Variante gut spielbar und als Überraschung gegen Französisch bestimmt gut geeignet. Nachdem das geklärt ist, kann ich also nun daran gehen, die beidseits wirklich sinnvollen Züge zu analysieren. Dabei wirst Du allerdings mit Deiner grossen Erfahrung und dem bei Dir sicher schon vorhandenen riesigen Variantenbaum hoffentlich noch lange im Vorteil bleiben.
Schachgruss
Kurt


Hallo Kurt,

Du hast recht, dass sich nach dem Abtausch Lxg6 das Angriffspotenziel von Weiß reduziert. Deswegen spiele ich diese Variante auch sehr oft mit einem kleinen Schluchzer. Aber Weiß hat hier dennoch einige Trümpfe im Ärmel. Laut Houdini ist übrigens 6...Lc5 der beste Zug, gepaart mit 7...f6 oder einfach andersherum mit Zugumstellung. Houdini behandelt die Variante mit Schwarz sehr agressiv und Weiß muss höllisch aufpassen, dass die schwarze Bauernmasse nicht ins Rollen kommt.

Aktuell macht genau diese von Houdini empfohlene Variante dem Weißen etwas Probleme. Aber kurioserweise habe ich das in meinen letzten 200-300 Test-Blitzpartien kein einziges Mal aufs Brett bekommen.

Für Deine Analsen und Nachforschungen bin ich Dir sehr dankbar. Du darfst natürlich genauso provokativ sein, wie ich es oft bin ;)
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Re: Die Französische Verteidigung

Beitragvon kurutz » So 25. Aug 2013, 18:31

Topschach hat geschrieben:Für Deine Analsen und Nachforschungen bin ich Dir sehr dankbar. Du darfst natürlich genauso provokativ sein, wie ich es oft bin ;)


Hallo Benny
Mich haut nicht so schnell etwas aus den Socken, solange nicht jemand beleidigend auftritt.
Gruss
Kurt
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Re: Die Französische Verteidigung

Beitragvon Topschach » So 25. Aug 2013, 18:41

kurutz hat geschrieben:
Topschach hat geschrieben:Für Deine Analsen und Nachforschungen bin ich Dir sehr dankbar. Du darfst natürlich genauso provokativ sein, wie ich es oft bin ;)


Hallo Benny
Mich haut nicht so schnell etwas aus den Socken, solange nicht jemand beleidigend auftritt.
Gruss
Kurt


Naja,- Dein Lf1-d3-b5 empfand ich fast schon als übelste Beschimpfung :D Aber so ist das halt, wenn man zusammen analysiert. Da braucht man oft eine richtig harte Schale. :twisted:
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Re: Die Französische Verteidigung

Beitragvon kurutz » So 25. Aug 2013, 19:25

Topschach hat geschrieben:[...]
Laut Houdini ist übrigens 6...Lc5 der beste Zug, gepaart mit 7...f6 oder einfach andersherum mit Zugumstellung. Houdini behandelt die Variante mit Schwarz sehr agressiv und Weiß muss höllisch aufpassen, dass die schwarze Bauernmasse nicht ins Rollen kommt.

Aktuell macht genau diese von Houdini empfohlene Variante dem Weißen etwas Probleme. Aber kurioserweise habe ich das in meinen letzten 200-300 Test-Blitzpartien kein einziges Mal aufs Brett bekommen.

Für Deine Analsen und Nachforschungen bin ich Dir sehr dankbar. Du darfst natürlich genauso provokativ sein, wie ich es oft bin ;)


Hallo Benny
Interessant, dass mein Houdini 3 keine Anstalten macht, sich auf 6...Lc5 festzulegen. Dieser Zug taucht unter den besten drei gar nicht auf ... aber vielleicht muss man Houdini 3 noch bis Suchtiefe X rechnen lassen.
Gruss
Kurt
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Re: Die Französische Verteidigung

Beitragvon Topschach » So 25. Aug 2013, 19:51

kurutz hat geschrieben:
Hallo Benny
Interessant, dass mein Houdini 3 keine Anstalten macht, sich auf 6...Lc5 festzulegen. Dieser Zug taucht unter den besten drei gar nicht auf ... aber vielleicht muss man Houdini 3 noch bis Suchtiefe X rechnen lassen.
Gruss
Kurt


Ja das dauert schon etwas und man muss Houdini durch Zugvorgabe und hin und herschalten innerhalb der Variante auf die Sprünge helfen. Wenn man ihn lange genug an den Varianten nach Lc5 rechnen lässt, wird der Zug sein Favorit. Wenn man Houdini nur kurz rechnen lässt, will er Dein Ld7 spielen. witzigerweise bevorzugt er Ld7, weil er das baldige Db6 recht gut findet. Houdini hat allerdings hier ein großes Problem. Er will den gewonnenen Bauern verteidigen und merkt nicht, wie er nach und nach seine Figuren deplatziert. Die Dame steht auf b6 einfach bescheiden, wenn Weiß am Königsflügel angreift. Aber wie gesagt,- wenn man Houdini lange genug rechnen lässt, dann schafft die Maschine den Spring über den Horizont. Beachtlich ist hier noch, dass Houdini sehr lange braucht, um die Kompensation von Weiß für den gopferten Bauern festzustellen.

Den Läuferzug nach d7 würde ich ürbigens auch nicht als Entwicklungszug bezeichnen, da das Feld d7 bestimmt nicht das Feld ist, auf welchem der Läufer glücklich ist und große Zukunft haben wird. Früher oder später wird man diesen Läufer auf ein besseres Feld stellen müssen. Trotzdem ist dieser Läuferzug natürlich ein nützlicher Zug, mit welchem frühzeitig die Türme zusammengebracht werden können und abgewartet wird, in welche Richtung Weiß zu spielen gedenkt.
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