Fragen zu Schachtraining

Klatsch und Tratsch zum Thema Schach

Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » Di 31. Dez 2013, 15:26

Topschach hat geschrieben:
Lukas hat geschrieben:
Fritz_Fan3297 hat geschrieben:Hi ,ich würde auch privatestraining machen du kannst dir gerne aussuchen wie und wo ich selber bin Schachtriner und Internationaler -Meister mein Fide Rating ist 2405 grüße fritz :D

Also wenn mir sowas angeboten wird, dann schlage ich sofort zu und nehme das Angebot an :)


Der IM macht das mit Sicherheit nicht kostenlos. ;)

Einen IM als Trainer zu haben ist meiner Meinung nach erst ab etwa 2000 ELO eine sinnvolle Investition. Ein C-Trainer mit 1600 ELO reicht für den Anfang vollkommen aus und ist günstiger. Es nützt auch nichts, wenn Du den IM für 2-3 Trainingseinheiten buchst. Schachlich bringt sowas absolut ZERO. Nur langfristiges Training mit ein und dem selben Trainer bringt dauerhaften Erfolg. Deswegen sind auch diese Wochenendseminare, die so mancher Großmeister anbietet, höchstens ein netter Zeitvertreib, aber nicht mehr.

Erfolg erfordert langfristige Planung. Das erste was ich beim Privattraining mit meinen Schülern mache, ist ein Jahresplan. Dabei wird ein Ziel ins Auge gefasst, wo man in einem Jahr stehen will und was man bereit ist, dafür zu machen. Dieses Jahresziel wird unterteilt in monatliche Etappen.

Lukas hat geschrieben:@topschachde: Wo kann ich mir denn die Pläne und Strategien der Spanischen Eröffnung angucken außer auf Wikipedia. Gibts da ne gute Internetseite, Buch, DVD, Youtube Videos? I-was bitte. ;D


Ich suche Dir ein paar gute Sachen raus und sende sie Dir per Mail zu.

Danke dir :)
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Mi 1. Jan 2014, 18:41

Hier eine weitere gute Einführung zur Spanischen Partie:

http://www.schachclub-gema.de/schachpartien/grundkurs_spanisch.pdf
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » Di 21. Jan 2014, 19:18

Topschach hat geschrieben:Hier eine weitere gute Einführung zur Spanischen Partie:

http://www.schachclub-gema.de/schachpartien/grundkurs_spanisch.pdf

Danke :)
Frage: Wie und womit hast du die Spanische Eröffnung gelernt?
Lukas
 
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Mi 22. Jan 2014, 07:35

Lukas hat geschrieben:
Topschach hat geschrieben:Hier eine weitere gute Einführung zur Spanischen Partie:

http://www.schachclub-gema.de/schachpartien/grundkurs_spanisch.pdf

Danke :)
Frage: Wie und womit hast du die Spanische Eröffnung gelernt?


Also bei mir war das folgendermaßen. Durch eine Projektwoche während der Schulzeit bin ich mit ein paar Freunden zum Schach gekommen und habe anschließend einen Verein aufgesucht. Der dortige Jugendtrainer (heute ein Fidemeister) hat uns als erstes ein paar Eröffnungen gezeigt. Nur die ersten 5-8 Züge und ein paar Sachen dazu erklärt. Unter anderem war da auch die Spanische Eröffnung dabei. Ich habe alles mitnotiert. Für mich waren diese Eröffnungen absolutes Neuland. ich wusste nicht, dass es so etwas gibt. Zuhause hatte ich bereits diesen Mephisto München mit MM IV Modul. Also so ein Gerät:

Bild

Allerdings mit einem MM IV Modul.

Für mich damals ein unschlagbares Gerät und mit Spannung habe ich meine notierten Eröffnungen an diesem Gerät ausprobiert. Zu meiner Verwunderung stand bei jedem Zug von mir im Display THEO, was bedeutet, dass dieser Schachcomputer diese Eröffnungszüge als Theorie kannte. Ich habe dann einfach mal drauf losgespielt mit diesen Eröffnungen und mir auch die Zugvorschläge von dem Schachcomputer angeschaut. Ich hatte von Schach relativ wenig Ahnung, aber immer mehr mochte ich die Stellungen im Spanier. Gegen Sizilianisch hatte ich am Anfang ebenfalls den Läufer nach b5 gezogen, also 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 Lb5 - Ich versuchte immer, in die Stellungen einer Spanischen Partie zu kommen. Das gelingt natürllich nicht aus jeder Eröffnung. In den weiteren Trainingsstunden ging es noch kurz um die grundsätzlichen Pläne im Spanier und damit hatte ich dann mein Rüstzeug, um diese Eröffnung zu lernen. Ich hat mit den weißen Steinen praktisch immer einen Spanier auf dem Brett, da damals so gut wie jeder auf 1.e4 e5 2.Sf3 mit 2...Sc6 geantwortet hat. Irgendwann habe ich dann auch meine ersten Schachbücher gekauft und zu meiner Verwunderung waren viele meiner gespielten Züge im Spanier bereits gängige Theorie. Jetzt konnte ich zu meinen gespielten Zügen auch noch ordentliche Begründungen nachlesen. Es ist oft so, dass man am Schachbrett die richtigen Züge findet, aber diese als Anfänger nur oberflächlich erklären kann. Je mehr Wissen hinter einem Plan oder einer Strategie steckt, desto selbstbewußter führt man seine Ideen am Brett auch aus.

Mir persönlich hat es unglaublich geholfen, zu Hause gegen diesen Schachcomputer spielen zu können. Da konnte ich immer wieder etwas im Spanier ausprobieren. Noch heute setze ich mich beim Eröffnungsstudium an ein solches Gerät und probiere meine Ideen aus. Man lernt einfach mehr, wenn man jeden Zug an einem richtigen Brett ausführt. Vor allem muss man aber Spaß daran haben, neue Eröffnungen lernen. Wenn man das nur macht, weil man im Schach besser werden will, dann vergisst man Vieles schnell. Im Kopf bleibt das Training nur dann, wenn man Spaß an der Sache hat.
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » Do 23. Jan 2014, 17:36

Danke ;)
So und welche Eröffnung würdest du an meiner Stelle nehmen?
Ich bin ein ruhiger und solider Spieler (aber nicht passiv) vermeide scharfe varianten (deswegen spiele ich kein Königsgambit :D)
Ich bin ein Sicherheitsspieler. Ich gehe keine Risiken ein, erst wenn ich alles berechnet habe wage ich ein gefährliches Manöver.

Nun:
Spanisch oder Damengambit?
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Fr 24. Jan 2014, 10:25

Lukas hat geschrieben:Danke ;)
So und welche Eröffnung würdest du an meiner Stelle nehmen?
Ich bin ein ruhiger und solider Spieler (aber nicht passiv) vermeide scharfe varianten (deswegen spiele ich kein Königsgambit :D)
Ich bin ein Sicherheitsspieler. Ich gehe keine Risiken ein, erst wenn ich alles berechnet habe wage ich ein gefährliches Manöver.

Nun:
Spanisch oder Damengambit?


Du solltest definitiv das London-System spielen. Das ist ultrasolide. Partien dauern im Durchschnitt etwa 50-60 Züge und der bessere Spieler gewinnt. Mit Schwarz solltest Du Caro-Kann spielen und bei Bedarf mal einen Blick auf Französisch werfen.
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » Fr 24. Jan 2014, 15:45

sorry aber diese Eröffnung spricht mich überhaupt nicht an. Ich finde sie ein wenig feige, wie weiß sich hinter seiner Schutzmauer versteckt.
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Sa 25. Jan 2014, 08:50

Lukas hat geschrieben:sorry aber diese Eröffnung spricht mich überhaupt nicht an. Ich finde sie ein wenig feige, wie weiß sich hinter seiner Schutzmauer versteckt.


Du sagst von Dir selbst, dass Du ein Sicherheitsspieler bist, der keine Risiken eingeht. Genau das macht man mit dem London System. Du kannst natürlich noch Colle-Zuckertort versuchen, aber mir fällt keine andere Eröffnung ein, bei welcher das Risiko genauso minimiert ist, wie beim London System.

Welche Eröffnungen hast Du denn bisher gerne gespielt ? Eventuell kann man ja bei der Eröffnungssuche die Mittelspiele in denen Du Dich wohl fühlst als Filter nutzen. Spielst Du lieber mit dem Läuferpaar, als mit den Springern ?
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Lukas » Sa 25. Jan 2014, 10:07

Läuferpaar oder Springerpaar, darauf setze ich keine Aufmerksamkeit. Mit beiden gleich eigentlich. Ich kümmere mich nicht darum ob der Gegner das Läuferpaar hat und ich das Springerpaar.
Zuvor habe ich immer Damengambit gespielt. Und auf Schacharena spiele ich immer Spanisch. Habe 4 von 5 Partien damit gewonnen.
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Re: Fragen zu Schachtraining

Beitragvon Topschach » Sa 25. Jan 2014, 11:41

Lukas hat geschrieben:Läuferpaar oder Springerpaar, darauf setze ich keine Aufmerksamkeit. Mit beiden gleich eigentlich. Ich kümmere mich nicht darum ob der Gegner das Läuferpaar hat und ich das Springerpaar.
Zuvor habe ich immer Damengambit gespielt. Und auf Schacharena spiele ich immer Spanisch. Habe 4 von 5 Partien damit gewonnen.


Also wenn Du mit Spanisch so erfolgreich bist, dann schätzt Du Deine Spielweise sehr falsch ein. Spanisch gehört nicht gerade zu den risikolosen Eröffnungen. Ich denke Du spielst momentan einfach Schach und machst Dir, wie Du bereits schreibst, um so Dinge wie Läuferpaar oder Springerpaar wenig Gedanken. Mit Spanisch hast Du eine gute Eröffnung gefunden, mit der Du viel Spaß haben wirst. Bleib dabei.
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